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Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ), 16. November 2009

Interview mit der französischen Popband Phoenix: Von der kreativen Zerstörungskraft der Melancholie

Phoenix sind derzeit die erfolgreichste Band Frankreichs. Die Gruppe aus Versailles tourt derzeit mit ihrem aktuellen Album "Wolfgang Amadeus Phoenix" durch die Lande. Mit dem Gitarristen Laurent Brancowitz und dem Sänger Thomas Mars, sprach Nikolaos G e o r g a k i s über ästhetische Verbrechen, kindische Cover und die kreative Zerstörungskraft der Melancholie.

NRZ: Wollen wir über Bomben reden?

Laurent Brancowitz: Gerne!

Thomas Mars: Leg' los!

NRZ: Ich dachte an solche, die von pinkfarbenen Himmeln fallen...

Mars: ...ach, du meinst unser Cover

NRZ: Etwas kindisch geraten, sieht aber immerhin so aus wie sich eure Musik anhört: Gut gelaunte Melodien, die auch mal todtraurige Texte transportieren kšnnen. Kann Melancholie so zerstörerisch wie eine Bombe sein?

Mars: Melancholie ist eine der sch¨rfsten Waffen überhaupt (lacht). Sie hat zum Beispiel meine Jugend zerstört - in meinem Fall allerdings auf eine schöpferische Art und Weise. Zum Glück kam mit der Pubertät auch die Musik in mein Leben. Für uns, die wir aus einer kleinen, langweiligen Stadt (Anm. Versailles) kommen, war Musik wie eine Befreiung, ein Weg sich auszudrücken.

(...)


Weitere Interviews finden Sie auf "Nikos Textarchiv": http://nikostextarchiv.blogspot.com/